Biofase

Mexiko - Land der Avocado

Der WEG Vom Kern zum biologisch abbaubaren
Trinkhalm und Besteck

Plastik aus Den Kernen der Avocado

Der Weg zum nachhaltigen Strohhalm beginnt in Mexiko, genauer in Morelia, Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaates Michoacán.

Michoacán ist zum Mekka des Avocado-Anbaus geworden, denn das milde Klima und die vulkanischen Böden sorgen dafür, dass vier Mal im Jahr geerntet werden kann. Ein immenser Vorteil gegenüber der Konkurrenz aus Kolumbien, Peru, Indonesien oder Ruanda, wo nur einmal pro Jahr in die Bäume gestiegen werden muss.
Das ist auch der Grund, weshalb Mexiko der wichtigste Produzent der so populären Frucht geworden ist und mit einer Produktion von mehr als 3 Millionen Tonnen pro Jahr knapp 50% der weltweiten Nachfrage bedient.

Doch längst nicht alle Avocados verlassen als ganze Frucht das Land und werden exportiert. Guacamole, der leckere Dip aus püriertem Fruchtfleisch, ist nicht nur fester Bestandteil der mexikanischen Küche sondern mittlerweile auch außerhalb der Landesgrenzen äußerst beliebt. Mehrere Tonnen davon verlassen täglich das Land und werden hauptsächlich gen Norden in die USA exportiert.

Avocados - Der grüne Rohstoff

Was von der Frucht nicht gebraucht wird: Ihr großer Kern. Der ist meist Abfall und muss entsorgt werden.

Aber nicht für unseren Partner Scott Munguia. Er gründete 2013 in Michoacan das Start-up BIOFASE und verwertet die weggeworfenen Avocado-Kerne jetzt weiter: für Plastikstrohhalme und Plastikbesteck.

Klingt für umweltbewusste Menschen erstmal strange: Avocado-Kerne kompostieren sich wenigstens – Plastik nie. Doch das spezielle Plastik von BIOFASE kann genau das: sich selbst biologisch abbauen. Zu 100 Prozent nach 240 Tagen. Ein Win-Win im Kampf gegen Müllberge und Plastik im Meer.

Video: Plastik aus Avocados - so geht's

Plastik aus Avocadokernen - So gehts:

Die Magie passiert hier: Die Avocadokerne werden gereinigt und anschließend für die weitere Verarbeitung geschreddert.

Aus diesem Rohmaterial lassen sich dank eines von BIOFASE entwickelten technischen Verfahrens Biopolymere extrahieren. Biopolymere sind die Grundbausteine aller lebender Organismen. Chemisch modifiziert und unter Zugabe von organischen Bindemitteln sowie natürlichen Farbpigmenten, entsteht aus ihnen in weiteren Produktionsschritten ein Kunststoffharz.

Dieses Harz lässt sich zu verschiedensten Kunststoffteilen weiterverarbeiten. Unsere Strohhalme und Besteck sind nur eine Möglichkeit von vielen denkbaren Anwendungen.

Dank der pflanzlichen Bestandteile sind Biopolymere als Werkstoff außerdem unbegrenzt verfügbar – die natürlichen Rohstoffe wachsen einfach immer wieder nach. Gleichzeitig sind die daraus hergestellten Produkte kompostierbar. Ein unglaublicher Vorteil im Kampf gegen die weltweite Verschmutzung durch Plastikmüll.

Du benötigst weitere Fakten? Gern. Unsere Trinkhalme sind natürlich auch zertifiziert.

BIOPOLYMEREN gehört die Zukunft

Die Welt braucht eine ökologische Lösung und Alternativen im Kampf gegen Plastik

Wir glauben, dass echte Nachhaltigkeit bereits bei der Auswahl der Rohstoffe für unsere Produkte beginnt. Darauf konzentrieren wir uns. Kombiniert mit innovativen Herstellungsverfahren, entstehen Produkte, die die gleichen Merkmale wie herkömmliches Plastik aufweisen – aber biologisch abbaubar und damit kompostierbar sind.

Doch welche natürlichen Rohstoffe lassen sich dafür einsetzen? Zu den vielversprechenden Lösungen zählen Biopolymere. Biopolymere sind die Grundbausteine lebender Organismen. Beispiele für Biopolymere sind die Proteine, die sich aus Aminosäuren zusammensetzen, die Nukleinsäuren DNA und RNA, deren Bausteine Nukleotide sind, oder auch Mehrfachzucker (Polysaccharide) wie Stärke oder Cellulose.

Aus Biopolymeren können Biokunststoffe erzeugt werden, dabei werden diese meist unter Anwendung technischer Verfahren chemisch modifiziert. Ausgangsstoffe für Biokunststoffe sind zurzeit vor allem Stärke und Cellulose. Pflanzen wie etwa Mais oder Kartoffeln sollen zunehmend als nachwachsende Rohstoffe solche Grundstoffe zu liefern.

 

Doch sieht so echte Nachhaltigkeit aus?

Nein, schließlich müssen Wälder für die Äcker gerodet werden und gleichzeitig entsteht Flächenkonkurrenz zum Anbau von Lebensmitteln. 

Deshalb setzen wir auf Avocadokerne, die bei der Produktion von Lebensmitteln und Kosmetik anfallen und bislang entsorgt werden mussten. Unsere Trinkhalme und Besteck bestehen zu 70% aus Biopolymeren, die aus Avocado-Kernen gewonnen werden. Die restlichen 30% bestehen aus organisch hergestellten Bindemitteln und Farbpigmenten.

Die nächste Generation Strohhalm

Nachhaltigem Genuss steht nichts im Wege.